Corona vor und hinter der Kamera – wenn die Arbeit am Filmset absurd wird

22. April 2021 Magazin, Interviews

Ein Schauspieler berichtet

von Michaela Kaiser

Max (Pseudonym) ist Theaterschauspieler und arbeitete in der letzten Zeit vor allem für Film und Fernsehen.

Was hat dein Leben vor 2020 ausgemacht?

M: Es war unbeschwert. Ich habe mir nie Gedanken gemacht, in welchen Laden ich gehe, auf welchem Spielplatz, habe mir keinen Stress gemacht, wie ich Konfrontation begegnen muss und wie ich dabei freundlich und sachlich bleiben kann. Ich hatte die Unbeschwertheit, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Ich habe meine Arbeit genossen, die Zeit mit meinem Sohn, bin gern einkaufen gegangen – das alles hat sich völlig verändert. Mittlerweile gehe ich gar nicht mehr einkaufen. Ich lasse mir Sachen mitbringen oder kaufe online. Mittlerweile sogar bei Amazon. Das habe ich vorher nicht getan, aber inzwischen bin ich so sauer auf die Einzelhändler. Sie machen alle Maßnahmen mit und bei Edeka bekam ich neulich mit, wie eine Frau rausgeworfen wurde, weil sie die Maske wegen ihres Attests nur halbwegs trug. Das macht keinen Spaß mehr.

Welche Rolle hat die Politik in deinem Leben bisher gespielt?

M: Ich habe mich bisher so mittelmäßig für Politik interessiert. Habe natürlich die Nachrichten geschaut und auch oft den Kopf geschüttelt über korrupte Politiker. Aber ich habe mich nie ganz intensiv damit beschäftigt, bis Corona kam. Da wusste ich, dass ich etwas tun muss. Je mehr ich mich im Mai, Juni 2020 informierte, desto merkte ich: Oh, da stimmt was nicht! Ich habe Drostens Podcast gehört, ich habe ganz viele Nachrichten geschaut und es ging mir sehr, sehr schlecht. Und ich habe gemerkt, ich muss mich zurückziehen. Ich bin aus vielen sozialen Netzwerken raus und guckte gar kein Fernsehen mehr und merkte, da ging es mir schon besser.

Passiv zu sein hat mir aber auch nicht gutgetan, ich wurde müde und träge. Genau das sehe ich heute bei sehr vielen Menschen, die müde und träge sind und nicht wissen, was sie denken sollen. Die sich auch nicht ordentlich informieren.

Und dann bin ich aktiv geworden. Aufgrund meines Berufes kann ich in den sozialen Netzwerken nicht so richtig meine Meinung sagen. Über Dr. Füllmich bin ich dann auf dieBasis gestoßen, für mich ist er ein Hoffnungsträger. Engagement in Politik und Partei ist für mich die einzige Möglichkeit, etwas zu verändern bei der nächsten Wahl – wenn die nicht manipuliert wird auf die eine oder andere Weise. Langfristig etwas zu verändern, nicht nur einzelne Maßnahmen. Es sagen jetzt auch schon immer mehr Gerichte, dass da etwas nicht stimmt und trauen sich auch, andere Urteile zu sprechen.

Was die AfD zum Thema Coronavirus und Maßnahmen sagt, halte ich oft für richtig, aber eine Wahl der AfD kommt für mich nicht infrage. Ich weiß, dass sie nur Propaganda betreibt und den Rest ihres Parteiprogramms möchte ich nicht umgesetzt haben. Die LINKE ist mir zu wenig aktiv. In der Basis-Partei kann ich aktiv etwas beitragen, mit meinen Fähigkeiten dieBasis supporten.

Gibt es bei dir einen besonderen Punkt, wo du gemerkt hast, dass es genau die richtige Partei für dich ist?

M: Tja, demokratisch wollen ja alle Parteien sein, das war jetzt nicht der Catcher. Bei der Basis hat mich die Freiheit angesprochen, die Transparenz und dass sie immer mit dem Volk in Kontakt steht. Die Säule der Schwarmintelligenz zeigt mir, dass nicht einfach nur etwas von oben beschlossen wird, sondern dass debattiert wird, dass miteinander geredet wird, dass alle gehört werden sollen. Klar ist mir auch, dass dieser Weg eventuell ein längerer sein kann. Klar ist mir auch, dass viele im Volk eine gewisse Führung brauchen. Und ich glaube, da entwickelt sich dieBasis hin, dass sie eine Art Führung darstellt, die ganzheitlich jeden einzelnen mitnehmen kann. Der Vorstand hat sich nicht aus profitgeilem Interesse wählen lassen, sondern ist aus reinem Herzen in die Politik gegangen. Sahra Wagenknecht hat schon vor längerer Zeit gesagt, dass sich viele Leute erstmal in die Politik wählen lassen und dann wirtschaftsfreundliche Gesetze erlassen, also weg vom Volk zur Wirtschaft hin. Und dann gehen sie aus der Politik in die Wirtschaft. In meinen Augen ist das kriminell.

Wo ist bei dir der Druck bzw. das Leiden in der aktuellen Situation?

M: Ich habe durch Corona entdeckt, dass ich wirklich ein Freigeist bin. Und dann nimmt mir die Regierung peu à peu immer mehr Freiraum und Freiheit.
Es gibt Menschen, die sagen: „Ach ist doch nicht so schlimm, dann trägst du halt mal eine Maske oder darfst ab 21 Uhr nicht mehr raus.“ Mich macht allein der Gedanke schon krank. Nicht nur psychisch krank, sondern auch der Körper reagiert auf die Eingrenzung meiner Freiheit.

Gab es einen Moment bei dir, wo du gemerkt hast, so geht’s nicht weiter, ich muss jetzt was tun?

M: Ich habe viel ausgehalten, aber als es dann anfing mit den Kindern, da war für mich die Grenze erreicht. Ich bin selber Vater und finde den Gedanken entsetzlich, dass meine Kinder, später, wenn sie in die Schule kommen, eine Maske tragen sollen. Und jetzt werden schon Impfversuche an Babys und Kindern gemacht mit Impfstoffen, die nachweislich schädlich sind, wie zum Beispiel der von AstraZeneca, den Lauterbach so hoch lobt. Der nachweislich Thrombosen hervorrufen kann, und das sind ja nur die kurzfristigen Auswirkungen, von den langfristigen wissen wir ja noch gar nichts. Es gibt viele Wissenschaftler, die sagen, dass die Geimpften im nächsten Winter in der nächsten Grippe- oder Corona-Saison wirklich leiden müssen.

In der Kita durften die drei- bis sechsjährigen Kinder nur noch in bestimmten Gruppen miteinander spielen. Dann wurden die Spielgeräte zugesperrt und mein Sohn erzählte mir ganz traurig, dass er deswegen nicht spielen durfte. Und da war bei mir einfach Schluss.

Hast du ein Zukunftsbild?

M: Ich habe immer darauf gepocht, dass die Menschen, die in der gegenwärtigen Situation wegschauen, die einfach nur alles regierungstreu mitmachen, sich entschuldigen müssen. Das wird aber wohl nicht passieren. Und das ist auch in Ordnung so. Die Gerichtsurteile aus Portugal, Österreich, teilweise aus Deutschland geben mir die Hoffnung, dass sich mehr und mehr ändern wird in die richtige Richtung. Dadurch sind wir ruhiger, auch freundlicher und entgegenkommender geworden im Vergleich zu den Menschen, die Angst vor dem Virus haben. Wenn man sich die Demos anguckt, dann sind die Menschen gegen uns die aggressiven und gewalttätigen. Und die Menschen, die für Frieden demonstrieren, sind auch wirklich friedlich. Also werden wir auch keine Entschuldigung brauchen. Wir werden es in ihren Augen sehen.

Wenn ich an ein Zukunftsbild denke, ist es ein fast kitschiges Blümchenbild. Händchenhalten, Sonne, Wiese…auf jeden Fall ein schönes Gefühl.

Wie ist es mit deinen Kollegen und Kolleginnen?

M: Ich bin unglaublich enttäuscht von vielen Kollegen, vielen Künstlern allgemein. Ich habe mich selbst getäuscht in vielen Kollegen. Für mich ist es die Aufgabe eines Künstlers, gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen und vieles oder alles zu hinterfragen. Das mache ich auch bei meinen Rollen so. Ich selbst empfinde mich als Kämpfer und als kritischer Geist und habe mich in meinen Kollegen komplett getäuscht.

Die meisten sind überhaupt nicht kritisch, sie sind regierungskonform, ohne irgendetwas zu hinterfragen. Sie hatten auf meine Fragen keine Antwort. Sie haben sofort abgeblockt, haben mich verurteilt, haben mich in eine Ecke gestellt, in die ich nicht gehöre: Rechts, Querdenker oder Corona-Leugner. Querdenker gefällt mir ja noch, da gibt’s auch im Duden eine gute Beschreibung. Ich bin enttäuscht von Kollegen, die sich unbedingt impfen lassen wollen, ohne sich mal zu informieren, was sie sich denn da spritzen lassen. Diese Angst am Set, krank zu werden! Wir werden zweimal die Woche getestet mit PCR- und mit Schnelltest. Wir müssen mit Maske rumlaufen drinnen und draußen, die wir dann vor der Kamera abnehmen. Und dort habe ich dann natürlich Berührung und Kontakt mit meinen Kollegen und sobald die Kamera aus ist, müssen wir die Maske wieder aufsetzen. Das macht für mich überhaupt keinen Sinn. Das ist einfach unlogisch. Und wenn ich Fragen stelle nach der Logik, dann können die nicht beantwortet werden. Ich muss also Sachen tun wie ein Zombie.

Meine Kollegen zitieren nur Lauterbach & Co. Ich bin ja kein Experte, ich bin kein Epidemiologe, kein Virologe, ich vertraue einfach auf meinen Menschenverstand. Wenn mir jemand sagt, Aerosole gehen durch die Luft und stecken an, dann frage ich nach dem Unterschied der Aerosole vor und hinter der Kamera. Dann heißt es: Die Menge der Aerosole ist entscheidend. Ja und? Wenn ich krank wäre, wäre ich doch vor der Kamera genauso ansteckend wie hinter der Kamera. Dafür werde ich ja getestet. Antwort: Ja, aber die Tests sind nicht zu 100 Prozent sicher. Meine Frage: Warum werde ich dann überhaupt getestet. Antwort: Um eine gewisse Sicherheit zu haben.

Das ist einfach alles unlogisch.

Für mich wäre es in Ordnung, wenn mein Team sagen würde, okay diese Maßnahmen sind unlogisch, aber wir müssen die mitmachen, weil wir von unserem Job leben und die Behörden und das Gesundheitsamt sehr genau kontrollieren. Mein Thema ist, dass die Menschen am Set so angepasst denken und das Ganze auch noch verteidigen.

Wenn ich sehe, dass AstraZeneca tödlich sein kann für einen Menschen und wenn ich überlege, dass das Risiko für einen jungen Menschen an Corona zu erkranken 0,000 irgendetwas Prozent beträgt, dann erhöhe ich das Risiko zu sterben durch die Impfung. Ich verstehe einfach nicht, warum Menschen das möchten.

Ich habe Freunde und Kollegen verloren, die mich einfach abgestempelt haben. Als Lügner, als Verschwörungstheoretiker. Die sich auf kein Gespräch mehr eingelassen haben. Die mich in den sozialen Netzwerken gelöscht haben.

Hast du neue Freunde?

M: Ja, tatsächlich habe ich viele neue Freunde. Ich habe gelernt, aus der Krise das Beste herauszuholen. Ich will mich nicht mit Menschen umgeben, die einfach blind und taub und stumm der Regierung folgen. Stell dir vor, die Regierung hätte gesagt, das Virus würde von den Flüchtlingen ins Land geholt. Was glaubst du, was hier los wäre? Dann wäre die AfD ganz, ganz stark geworden. Ich will mir das gar nicht ausmalen. Die würden dann sagen, ich bin kein Rassist, ich habe nichts gegen Schwarze oder Gelbe oder was auch immer. Sie würden sagen, die Regierung hat gesagt: „Von denen geht ein Virus aus, die sind gefährlich!“

Die Regierung kann also manipulieren wohin sie möchte. Ich bin froh, jetzt Menschen kennenzulernen, die da nicht mitmachen.

Siehst du eine Lösungsmöglichkeit?

M: Dadurch dass ich aktiv wurde, habe ich zur Ruhe gefunden. Und diese Ruhe überträgt sich auch auf andere Menschen. Es gibt meiner Meinung nach drei Arten von Menschen: Menschen, die denken wie wir, die freiheitsliebend und demokratisch sind und ihre Grundrechte für kein Virus der Welt aufgeben möchten. Dann gibt’s die Menschen, die nicht wissen, was richtig oder falsch ist, die das auch vielleicht gar nicht wissen wollen, was da gerade passiert. Das ist ja auch eine große Belastung. Und dann gibt es natürlich die Menschen, die auf der anderen Seite sind. Die alle Menschen, die nicht das tun, was die Regierung sagt, als unsolidarisch und Menschenmörder hinstellen. Mit diesen Menschen kann man nicht mehr reden. In der Psychologie gibt es gute Beispiele, etwa: Ein Terrorist will etwas in die Luft jagen, weil Gott ihm das aufgetragen hat. Das kann ihm niemand ausreden außer Gott selbst. Kein Mensch kann dem sagen, das ist falsch, was du vorhast. Das kann nur Gott persönlich oder eben sein Vertreter. Und so ist es auch hier. Nur Drosten, Spahn, Söder könnten diesen Menschen sagen, dass sie selbst einen Fehler gemacht haben. Dann wären diese Menschen sicherlich sehr enttäuscht, hätten vermutlich keinen Halt mehr, würden es aber vermutlich einsehen.

Wir selbst können da nichts machen. Ich rede sehr häufig mit Menschen, die in der Mitte stehen. Mein Ziel ist es nicht, ihnen die Angst vor Corona zu nehmen. Das Virus kann für gefährdete Menschen tödlich sein, darüber brauchen wir nicht zu reden. Letztendlich muss es jeder selbst für sich entscheiden. Es gibt keine einzige Studie darüber, dass es asymptomatische Ansteckung gibt. Es gibt aber sehr viele Untersuchungen, die nahelegen, dass dem nicht so ist. Trotzdem wird geglaubt, was Drosten sagt.

Mir geht’s darum, dass die Menschen erkennen, dass der Kurs der Regierung komplett falsch ist. Dass die jetzigen Maßnahmen komplett falsch sind. Vernünftig sind Hygieneregeln wie in jeder Grippesaison. Ich würde versuchen, die Menschen da abzuholen, wo sie sind. Ich würde versuchen sie kritikfähiger zu machen.

Mittlerweile sage ich bei solchen Menschen als ersten Satz: Möchtest du wissen, was los ist, dann bin ich da und wir können gerne reden. Und wenn nicht dann nicht.

Was ist dir am wichtigsten?

M: Das, was mit den Kindern passiert. Da ist die rote Linie schon lange überschritten. Mittlerweile werden schon Kita-Kinder getestet. Es geht mir nicht darum, dass denen spielerisch ein Stäbchen in die Nase gesteckt wird. Das hat alles psychologische Auswirkungen. Die Psychologen in Deutschland, in Österreich und in allen Ländern, in denen man zum Psychologen gehen kann, sind komplett überlastet. Die Regierung ignoriert die Depressionen und Hilfeschreie der Kinder, die bei Hotlines anrufen und irgendwie versuchen Hilfe zu bekommen. Es kann nicht sein, dass wir die Kinder mit diesen Tests malträtieren und ihnen Ängste einpflanzen, so dass sie Angst haben, ihre Eltern oder Großeltern umzubringen. Und außerdem das Gefühl, ich werde ausgesondert aus der Gemeinschaft in der Kita oder in der Schule. Ich werde ausgesondert von meinen Freunden. Ich werde verachtet. Und das ist ein schreckliches Gefühl: Verachtung. Als es noch keine Richter und keine Gesetzgebung gab, war Verachtung ein Todesurteil. Weil es ein Ausschluss aus der Gemeinschaft war. So etwas ist bei Kindern, die noch nicht kognitiv reflektieren können, Alarmstufe Rot. Wirklich Alarmstufe Rot.

Wie erlebst du das aktuelle Handeln der Regierung?

M: Die Taktik der Regierung ist sehr einfach zu erkennen. Diese Salamitaktik. Dazu psychologisch sehr geschickt und genau ins Schema passend, was Merkel gerade gemacht hat: Sie hat sich entschuldigt. Sie macht einen Fehler, entschuldigt sich, rudert zwei Tage zurück und setzt dann noch einen oben drauf. Man wird es ihr ja verzeihen, denn sie hat sich ja entschuldigt. Wenn sie also einen Fehler macht, dann entschuldigt sie sich – deshalb macht sie ja auch keine Fehler. Sonst würde sie sich ja entschuldigen. Es müsste doch eigentlich jeder erkennen, wie albern das ist.

Ich habe in dieser Krise gelernt, dass die Regierung nicht der „Gute“ ist. Die Regierung ist wie alle anderen Institutionen gut oder böse je nach Besetzung. Und wir haben im Moment eine sehr böse Besetzung. Und die nutzt die Situation aus. Wenn wir kein Bargeld mehr haben, die Handys geortet werden, du dich überall scannen musst, dann hat man keine Möglichkeit mehr, sich zurückzuziehen. Dann werde ich gefragt, warum willst du dich zurückziehen? Hast Du was zu verbergen? Nein, ich habe nichts zu verbergen. Ich habe erst dann etwas zu verbergen, wenn ich der Regierung nicht mehr vertraue.

Hast du eine Vorstellung von der Zukunft, wie es weitergehen könnte, hast du Lösungsideen?

M: Mein Arzt sagte mir, dass wir in einem Zeitenwandel leben. Das hat mir ein bisschen die Angst genommen. So wie unsere Vorfahren Angst hatten vor der Industrialisierung. Dass wir in einer digitalisierten Welt leben, das wird kommen. Wir werden bargeldlos bezahlen, wir werden durchschaubarer sein. Als Lauterbach schon sagte, dass sie durch teilweise anonymisierte Daten wissen, wo die Menschen sich aufhalten, habe ich als erstes meinen Ortungsdienst und mein Mikro ausgemacht, sodass zumindest die allgemeinen Daten, die wir Google schenken, nicht mehr übertragen werden. Die Digitalisierung hat ja auch Vorteile, man muss sie nur richtig nutzen. Ich denke ja positiv, sonst wäre ich wahrscheinlich Buchhalter oder Banker geworden. Ich bin mir sicher, dass sich alles neu sortiert, wir eine neue Regierung bekommen, dass dieBasis sicher mit in den Bundestag kommt. Früher oder später. Dass wir zumindest die Leute aufklären können. Und dass die jetzige Regierung und alle Parteien zur Verantwortung gezogen werden für das, was sie getan haben. Die Hungersnöte weltweit haben massiv zugenommen. In Deutschland hungern wir nicht, aber die Menschen haben Ängste, Angst voreinander, Angst vor der Zukunft, Angst vor einem Virus oder Angst vor dem Verlust der Demokratie. Sie haben kein Interesse mehr an anderen Dingen, zum Beispiel an Kultur. Wir sind auf unsere Grundbedürfnisse zurückgerutscht. Wo passiert das noch? Im Krieg. Es ist Krieg. Es ist kein Krieg, wo Bomben fallen, zumindest noch nicht, aber es ist eine Situation, wo Menschen genauso empfinden wie im Krieg. Sie empfinden einen lebensbedrohlichen Alltag. Aber das wird aufhören. Es geht jetzt darum, wirklich aktiv zu werden. Und dazu braucht es Mut. Und mutige Menschen kennen auch Angst – und sie handeln trotzdem. Das ist für mich Mut! Mut ist Angst plus Handeln.